Was ist ein Institutionelles Schutzkonzept (ISK)?

Ein Schutzkonzept ist die breit angelegte Bemühung einer Institution (also auch eine Pfarrei), Kinder, Jugendliche und schutz- und hilfebedürftige Erwachsene vor sexualisierter Gewalt zu schützen.

Das Schutzkonzept soll

  • sensibilisieren, aufklären und Wissen über sexualisierte Gewalt und Kinderschutz vermitteln,
  • die Handelnden stärken und sie befähigen, die Verantwortung für den Schutz der Kinder und Jugendlichen zu übernehmen,
  • Orientierung und Sicherheit (Schutz) für alle Beteiligten bieten,
  • den Aufbau einer wertschätzenden und grenzwahrenden Umgangskultur fördern,
  • unterstützen, dass alle Beteiligten sensibel für die internen Abläufe werden und flexibel reagieren, wenn es zu kleineren Fehlern und Störungen kommt,
  • die Beteiligten vorbereiten, falls das Unerwartete eintreten sollte.

Hier finden Sie das Institutionelle Schutzkonzept der Pfarrgemeinde St. Martinus als Download.

Eine Ausgabe auf Papier gibt es noch nicht, soll aber im Jahr 2020 realisiert werden.

 

Ein Baustein im Schutzkonzept ist der Verhaltenskodex. Dort wird beschrieben, wie wir miteinander umgehen wollen. In der Pfarrgemeinde gibt es den "Allgemeinen Verhaltenskodex" für die Angestellten und für Ehrenamtliche, für deren Bereich kein eigener Verhaltenskodex entwickelt wurde. Jede Gruppierung hat nämlich die Möglichkeit, einen eigenen Verhaltenskodex aufzustellen. (Mehr dazu im Schutzkonzept, Seiten 4-6)

Hier finden Sie den "Allgemeinen Verhaltenskodex" der Pfarrgemeinde St. Martinus als Download.

Der Verhaltenskodex ist ein Bestandteil der Präventionsschulungen und der "Schulungen zum Verhaltenskodex", die von der Präventionsfachkraft Maria Wagner in der Pfarrgemeinde durchgeführt werden.

Zum Nachlesen, warum der Verhaltenskodex gerade so ist, wie er ist, können interessierte Erwachsene eine Erklärung mit Beispielen erhalten. Die Erklärungen gibt es in zwei Fassungen: Zum Einen für die angestellten Mitarbeiter/innen der Pfarrgemeinde, und zum Anderen für die freiwillig (ehrenamtlich) Mitarbeitenden in der Pfarrgemeinde.

Hier finden Sie die Erklärung zum Verhaltenskodex für die angestellten Mitarbeiter/innen als Download.

Hier finden Sie die Erklärung zum Verhaltenskodex für die freiwilligen (ehrenamtlichen) Mitarbeitenden als Download.

Wer die Erklärung auch als Papierausgabe wünscht, möge sich bitte an Pastoralreferentin Maria Wagner wenden.

 

Ein weiterer Baustein ist die Beschwerdestelle. Sie hat die Aufgabe, dass Beschwerden ernst genommen und überprüft werden. Je nach Situation werden weitere Stellen in der Pfarrgemeinde einbezogen bzw. das Bistum Münster informiert.

Für Kinder und Jugendliche sind die Gruppenleiter/innen oft die ersten Ansprech-partner/innen, wenn in der Gruppe etwas schief läuft. Doch manchmal befürchten Kinder oder Jugendliche, dass eine Beschwerde für sie negative Konsequenzen haben könnte. Oder sie haben die Erfahrung gemacht, dass ihre Beschwerde nicht angenommen wurde. Es ist daher wichtig, dass  Kinder und Jugendliche regelmäßig über die verschiedenen Möglichkeiten, sich in der Pfarrgemeinde zu beschweren, aufgeklärt werden.
Auch Eltern oder Mitarbeitende können sich über diese Wege melden, um auf eine unangenehme oder ungeklärte Situation hinzuweisen.

Hier finden Sie den Flyer der Beschwerdestelle für Kinder und Jugendliche.

Hier finden Sie den Flyer für Gruppenleiter/innen, Betreuer/innen und Begleiter/innen.

Hier finden Sie den Flyer für Eltern, Erziehungsberechtigte und alle weiteren (erwachsenen) Gemeindemitglieder.

Die Beschwerdestelle dokumentiert alle Beschwerden, die ihr gemeldet werden. Sie verwendet dafür einen Dokumentationsbogen mit vielen Teilschritten (TS) und kümmert sich darum, dass der Beschwerde nachgegangen wird.

Hier finden Sie den Dokumentationsbogen, der ausgefüllt wird, wenn eine Beschwerde genannt wird.

Hier finden Sie die Vorlage für die Dokumentation eines Gespräches mit (beruflichen oder ehrenamtlichen) Mitarbeitenden, falls dies nötig werden sollte.

 

Einsicht in das erweiterte Führungszeugnis

Entsprechend dem Bundeskinderschutzgesetz muss jeder freier Träger in der Jugendhilfe überprüfen, ob im Führungszeugnis eines (haut-/nebenberuflichen oder ehrenamtlichen) Mitarbeiters /einer Mitarbeiterin kein Eintrag über eine rechtskräftige Verurteilung wegen einer Straftat nach den §§ 171, 174 bis 174c, 176 bis 180a, 181a, 182 bis 184f, 225, 232 bis 233a, 234, 235 oder 236 des Strafgesetzbuchs vorhanden ist.

Wir weisen darauf hin, dass entsprechend § 72 a SGB VIII jede Person von einer Tätigkeit in der Jugendarbeit auszuschließen ist, die entsprechend der oben angeführten Paragrafen rechtmäßig verurteilt ist.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Einsicht in das erweiterte Führungszeugnis.

Für die haupt- und nebenberuflichen Angestellten der Pfarrgemeinde ist die Zentralrendantur zuständig.

Für ehrenamtliche Gruppenleiter und Teamer im Kinder- und Jugendbereich ist die Pfarrgemeinde zuständig. Dazu gehören zum Beispiel auch alle Helfer/innen eines Ferienlagers, sei es in der Küche oder bei einer Beteiligung als „Überfäller“ (in Absprache mit der Lagerleitung). Alle betroffenen Personen werden von der Pfarrgemeinde aufgefordert, ein erweitertes Führungszeugnis einzureichen.

Hier finden Sie die Anleitung zum Einreichen des erweiterten Führungszeugnisses.

Hier finden Sie die Dokumentation zur Einsicht in das erweiterte Führungszeugnis.

 

Handlungsleitfäden

Eine wertschätzende und achtsame Kultur des Umgangs muss im Alltag mit Leben gefüllt werden. Dies bedeutet zum einen das Vorleben in der Praxis, zum anderen aber auch das sofortige Reagieren und Eingreifen, wenn die Regeln für den Umgang miteinander nicht eingehalten werden. Im Folgenden finden Sie die verschiedenen Leitfäden als Handlungsempfehlung in verschiedenen Situationen.

Hier finden Sie den Leitfaden bei verbalen oder körperlich-sexuellen Grenzverletzungen unter Teilnehmer/innen (z.B. Kinder, Jugendliche).

Hier finden Sie den Leitfaden für die Situation, dass ein Kind, eine Jugendliche oder ein Jugendlicher von sexueller Gewalt, Misshandlungen oder Vernachlässigung erzählt (Mitteilung).

Hier finden Sie den Leitfaden für den Vermutungsfall, dass jemand Opfer sexueller Gewalt, Misshandlung oder Vernachlässigung ist.

Hier finden Sie den Leitfaden für den Vermutungsfall, dass jemand ein potenzieller Täter oder eine potenzielle Täterin ist.

Hier finden Sie eine Anleitung für ein Vermutungstagebuch.

Hier finden Sie eine Checkliste "Ferienfreizeit" für Ansprechpersonen, die noch von Ihnen ergänzt werden muss.

Hier finden Sie eine Übersicht über ortsnahe Beratungs- und Unterstützungsangebote.