Die dramatischen Bilder der Flucht und die Schicksale der geflüchteten Menschen

bewegen auch die Bürger in Greven. Die Flüchtlingshilfe hatte im September zu einem weiteren Treffen eingeladen und Bernhard Hülsken und Heinz Kues konnten mehr als 80 Interessierte begrüßen. Der Raum im Haus der Begegnung war übervoll. Torsten von Düllen berichtete aus Sicht der Stadtverwaltung von stark gestiegenen Zuweisungen auch nach Greven. Daher habe der Sozialausschuss  beschlossen 300 zusätzliche Plätze durch entsprechende Baumaßnahmen zu schaffen. Es sei sehr schwierig, geeignete Bausubstanz im Bestand zu finden. Man habe mehr als 100 Objekte geprüft. Ende Oktober hat ja auch die Pfarrgemeinde  St. Martinus entschieden, dass der Stadt an der Kirche St. Josef ein Grundstück zur Verfügung gestellt wird, um dort in mobilen Einheiten Wohnraum für Flüchtlinge zu schaffen Zur Finanzierung erläuterte er auf Nachfrage, dass die Unterstützung von Bund und Land unzureichend sei und 75 % von der Stadt Greven getragen werden müsse. Rike Bünder berichtete im Haus der Begegnung von durchaus bemerkenswerten Aktivitäten im Bereich der Schulen, wo viele Ehrenamtliche als Schülerpaten tätig sind. Es gibt Absprachen mit den Sportvereinen, Gruppenangebote für Kinder und Jugendliche und es wird die Teilnahme von Flüchtlingskindern an den Angeboten der Ferienkiste ermöglicht jetzt auch wieder in den Herbstferien.

In Reckenfeld gibt es eigene Aktivitäten über die Klaus Schwenken vom Reckenfelder Bürgerverein Auskunft gab. Der Verein hat inzwischen 100 Fahrräder im Bestand, die an Flüchtlinge verliehen werden. Das Angebot soll für die gesamte Stadt Greven gelten, soweit die Kapazitäten ausreichen. Daneben gibt es u. a. Begegnungsmöglichkeiten, eine Sprachförderung und auch die Schulbegleitung an der Erich Kästner Gemeinschaftsgrundschule. Die Sprachvermittlung stellt auch zukünftig ein zentrales Anliegen der Flüchtlingshilfe dar. Neben den Kursen an der VHS ist ein neues „Tandem-Modell“ entstehen, das von Theo Tillmann, dem ehemaligen Rektor der Anne Frank Schule begleitet wird. . So hofft man dem gestiegenen Bedarf gerecht zu werden. In einer gemischten Gruppe von Ehrenamtlichen und Flüchtlingen geht es um den Erwerb von einfachen deutschen Sprachkenntnissen,  aber auch um die Erstorientierung in einer fremden Kultur –und Sprachwelt. Ende Oktober / Anfang November sind fünf Teams von Ehrenamtlichen gestartet  und erreichen dadurch 50 AslybewerberInnen im Pfarrheim an der St. Josefskirche. In den letzten Woche hat es in Greven weitere Solidaritäts- Aktionen gegeben zugunsten von Flüchtlingen so der „Leezen Alarm“ der weiterführenden Schulen. eine Charity Party im Ballenlager oder auch der Aktionstag der Auszubildenden der Stadtverwaltung.   Die Flüchtlingshilfe ist zur Finanzierung der Arbeit weiterhin dankbar für Spenden  auf das  Konto der Pfarrgemeinde St. Martinus, Stichwort:  „Flüchtlingshilfe Greven“, IBAN: DE69403510600063000988; BIC:WELADED1STF; Kreissparkasse Steinfurt.  Bei Fragen stehen zur Verfügung: Dr. Bernhard Hülsken (info@bernhard-hülsken.de) und Heinz Kues (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Heinz Kues