Weiteres Treffen sehr gut besucht.

Die dramatischen Bilder der Flucht und die Schicksale der geflüchteten Menschen bewegen auch die Bürger in Greven. Die Flüchtlingshilfe hatte jetzt zu einem weiteren Treffen eingeladen und Bernhard Hülsken und Heinz Kues konnten mehr als 80 Interessierte begrüßen. Der Raum im Haus der Begegnung war übervoll. Torsten von Düllen berichtete aus Sicht der Stadtverwaltung u. a. von stark gestiegenen Zuweisungen auch nach Greven. Daher habe der Sozialausschuss in der vergangenen Woche beschlossen 300 zusätzliche Plätze durch entsprechende Baumaßnahmen zu schaffen. Es sei sehr schwierig geeignete Bausubstanz im Bestand zu finden. Man habe mehr als 100 Objekte geprüft. Zur Finanzierung erläuterte er auf Nachfrage, dass die Unterstützung von Bund und Land unzureichend sei und 75 % von der Stadt Greven getragen werden müsse.

Rike Bünder berichtete von durchaus bemerkenswerten Aktivitäten im Bereich der Schulen, wo jetzt bereits 50 Ehrenamtliche als Schülerpaten tätig sind. Es gibt Absprachen mit den Sportvereinen, Gruppenangebote für Kinder und Jugendliche und es wird die Teilnahme von Flüchtlingskindern an den Angeboten der Ferienkiste ermöglicht jetzt auch wieder in den Herbstferien. In Reckenfeld gibt es eigene Aktivitäten über die Klaus Schwenken vom Reckenfelder Bürgerverein Auskunft gab. Der Verein hat 60 Fahrräder im Bestand, die an Flüchtlinge verliehen werden. Das Angebot soll für die gesamte Stadt Greven gelten, soweit die Kapazitäten ausreichen. Daneben gibt es u. a. Begegnungsmöglichkeiten, eine Sprachförderung und auch die Schulbegleitung an der Erich Kästner Gemeinschaftsgrundschule. Die Sprachvermittlung stellt auch zukünftig ein zentrales Anliegen der Flüchtlingshilfe dar. Neben den Kursen an der VHS soll ein neues „Tandem-Modell“ entstehen, das von Theo Tillmann, dem ehemaligen Rektor der Anne Frank Schule vorgestellt wurde. So hofft man dem gestiegenen Bedarf gerecht zu werden. In einer gemischten Gruppen von Ehrenamtlichen und Flüchtlingen wird es um den Erwerb von einfachen deutschen Sprachkenntnisse  gehen aber auch um die Erstorientierung in einer fremden Kultur –und Sprachwelt. Mehr als 40 Interessierte meldeten sich beim Informationsabend der Flüchtlingshilfe, um in den verschiedenen Bereichen aktiv zu werden.