Ansteckende Freude in Afrika-Gottesdiensten.

In diesem Video können Sie nochmals alle Lieder des Reckenfelder Gospelchores „Mixed Voices“ des Afrika-Gottesdienstes am 8. November 2014 in der Josefkirche hören und sehen.

Vielleicht kamen die Gottesdienstbesucher am vergangenen Wochenende so zahlreich in die beiden Afrika-Gottesdienste der St. Martinus-Gemeinde, weil der emeritierte Weihbischof Friedrich Ostermann zu Gast war. Dieser legte in seiner Predigt nicht nur die Lesung des Propheten Ezechiel über die Kirche und den Glauben als Quelle für eine alle heilende, gesund machende Kraft aus.

Sondern er spannte überzeugend auch einen Bogen zu seinen langjährigen persönlichen Erfahrungen mit Menschen in Afrika. Bei den meisten Afrikanern, die er kennengelernt habe, komme nicht das tägliche Essen und Trinken an erster Stelle oder irgendwelche Konsumgüter, sondern der Glaube. Wir in Deutschland sollten ernsthaft darüber nachdenken, ob unsere Prioritäten aktuell stimmen. Der emeritierte Weihbischof ist mittlerweile 82 Jahr alt, aber von seinen Einstellungen, seinem Engagement und seinem Humor her jung geblieben.

An diesem Wochenende kam die tolle Summe von 1.272 Euro von den Gottesdienstbesuchern für die St. Charles Grundschule in Iringa (Tansania) zusammen. Die Afrika-Gruppe von St. Martinus bedankt sich dafür ganz herzlich bei allen Spendern. Die indischen Ordensschwestern, die diese Schule leiten, haben vor kurzem den Bericht über die schulischen Aktivitäten in diesem Jahr geschickt. Den aktuell 526 Schülerinnen und Schülern werden nicht nur Kenntnisse in den eigentlichen Schulfächern vermittelt, sondern die 17 einheimischen Lehrkräfte legen auch großen Wert auf soziales Engagement und Unterweisung in gesundheitlichen und hygienischen Fragen. Mit den Spenden aus Greven können u.a. auch Kinder, deren Familien das Schulgeld nicht zahlen können, zur Schule gehen.

Vielleicht kamen aber auch mehr Gottesdienstbesucher als sonst wegen des Reckenfelder Gospelchores „Mixed Voices“. Einige seiner Lieder sang er a cappella wie das „Ezulwini“. Andere Lieder trugen die Sängerinnen und Sänger mit musikalischer Begleitung und mit ansteckender Begeisterung vor wie z.B. „He reigns forever“ (Gott regiert in Ewigkeit). Bei dem erstmals öffentlich gesungenen, wunderschön klingenden „Halleluja“ hätte am liebsten auch die engagierte Chorleiterin Martina Eßing still und ruhig zugehört, was sonst nicht ihre Art ist. Wie sagte Weihbischof Ostermann am Ende der Gottesdienste: „Heute haben wir hier nicht eine Messe als Pflicht erledigt, sondern wirklich Gottesdienst gefeiert.“