Gastbericht am kommenden Sonntag (24. März) um 11:30 UhrJohanna Entrup mit den Schneiderinnen in Malawi

In den letzten Tagen wurde der kleine Binnenstaat Malawi im Südosten Afrikas in unseren Medien erwähnt, weil auch er regional neben Gebieten in Mosambik und Simbabwe von einem Zyklon verwüstet wurde. Johanna Entrup aus Saerbeck kennt Malawi, denn sie hat vor wenigen Monaten ihr freiwilliges Jahr dort verbracht. Sie wird davon Fotos zeigen beim Fastenessen am kommenden Sonntag, den 24. März um 11:30 Uhr im Gemeindehaus St. Josef (Nordwalder Strasse 29).

Johanna Entrup hat in einem dortigen Ausbildungszentrum mit rund 70 Jugendlichen den Unterricht begleitet. Die Schwerpunkte des praktischen Unterrichts sind Tischlern und Schneidern. Da dreiviertel der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze leben, können die meisten Eltern ihren Kindern aufgrund der hohen Kosten keine weiterführende Ausbildung (Sekundarstufe sowie berufliche Ausbildung) ermöglichen. Johann Entrup wird auch von ihren Erfahrungen bei Reisen durchs Land erzählen. Wenn sie z.B. in einem Minibus mit 12 Plätzen mit 25 Leuten unterwegs war, dazu Gepäck der Leute, Tiere und Einkäufe. Oder dass die meisten Reisebusse erst abfahren, wenn sie voll sind. Oder dass wenn man an der Küstenstraße entlangfährt, einem Fisch angeboten wird, der nach dem Kauf einfach außen an den Spiegel oder Scheibenwischer des Autos gebunden wird. Oder dass Abholzung das größte Umweltproblem darstellt: Pro Haushalt liegt der Verbrauch für das Kochen bei 50 kg Holz pro Woche.

Nach dem gut halbstündigen Fotovortrag werden die Teilnehmer des Fastenessens in netter Gemeinschaft ein einfaches, familiengerechtes Reisgericht essen. Dies soll ein Zeichen der Solidarität sein mit ärmeren Menschen insbesondere in Afrika, Lateinamerika und Asien. Zu dieser Veranstaltung der Afrika-Gruppe unserer Gemeinde sind wieder alle willkommen. Der Erlös ist für die St. Charles Grundschule in Iringa in Tansania (Nachbarland von Malawi) bestimmt. Die Afrika-Gruppe konnte im Dezember 7.000 EUR sowie eine größere Einzelspende an diese Schule überweisen. Das Geld stammte von den Afrika-Gottesdiensten im November letzten Jahres sowie großzügigen Einzelspenden. An der Schule war ein Neubau von 7 weiteren Klassenräumen notwendig geworden, weil die Schule sehr beliebt ist und zuletzt bis zu 92 Mädchen und Jungen in der 1. Klasse saßen.

Johanna Entrup mit Kolping Schild

Quellen-Hinweis: beide Fotos: Johanna Entrup