Beim Fastenessen 450 EUR für Schulprojekt.Fastenessen St Martinus am 24 03 2019

In Malawi (im Südosten Afrikas) kann man sehen, was sich alles mit einem herkömmlichen Fahrrad auf dem Gepäckträger transportieren lässt: ein ausgewachsenes lebendes Schwein, meterhoch gestapeltes Brennholz oder einen zahlenden Passagier auf einem gepolsterten Rücksitz (Fahrrad-Taxis in größeren Städten). Davon berichtete Johanna Entrup aus Saerbeck beim Fastenessen der Afrika-Gruppe der St. Martinus-Gemeinde am Sonntagmittag (24. März).

Sie hat direkt nach ihrem Abitur mutig und allein ein freiwilliges Jahr in einem dortigen Ausbildungszentrum geleistet, in einem der ärmsten Länder der Welt. Die meisten Menschen arbeiten dort in der Landwirtschaft, aber nicht mit modernen Traktoren, sondern mit Ochsen-Karren. Sehr beeindruckt ist Johanna Entrup von der Lebensleistung der Frauen in Malawi. Sie kann den Spruch nachvollziehen „Die Frauen tragen Afrika.“, nicht nur weil sie fast alle Lasten auf dem Kopf tragen. Begeistert ist sie von der herzlichen Gastfreundschaft, die sie in dem Jahr erfahren durfte. Sie berichtete aber auch über die Probleme etwa durch die jährlich um 3 % wachsende Bevölkerung, Zeitplänen mit der Verfügbarkeit von Strom und dass Müll gesammelt und angezündet wird, weil es keine Müllentsorgung gibt. Die Teilnehmer des Fastenessens spendeten nach dem abschließenden gemeinsamen Mittagessen (einem einfachen Reisgericht) die tolle Summe von 450 Euro für die St. Charles Grundschule in Iringa in Tansania (Nachbarland von Malawi). Einige Teilnehmer kauften auch noch eines der angebotenen Eine-Welt-Produkte als Zeichen der Solidarität mit ärmeren Menschen insbesondere in Afrika, Lateinamerika und Asien.

Johanna Entrup auf Baustelle in Malawi

Foto: Johanna Entrup