Firmung - "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes..."

Sich als Jugendlicher in der heutigen Zeit als gläubiger Christ zu bekennen erfordert Mut, Selbstbewusstsein und sicherlich eine große Portion Überzeugung von eigenen Glauben.

Mit 15 oder 16 Jahren stehen viele Fragezeichen in den Gesichtern und Köpfen der jungen Menschen geschrieben: "Was möchte ich mal werden? Wie soll mein Leben weiter gehen? Bin ich geliebt? Woran glaube ich? Wer ist mir wichtig? Was ist mir Heilig? ..." Fragen über Fragen, die die Firmung nicht allein beantworten kann, doch sie kann Stütze und Hilfe sein in dieser besonderen Zeit.

Die Firmspendung will die Taufe vollenden und besiegeln, sie gehört neben Taufe und Eucharistie zu den Einführungssakramenten (Initiation). Das Zweite Vatikanische Konzil sagt: "Durch das Sakrament der Firmung (lat.: = confirmatio; griech.: = myron) werden die Getauften vollkommener mit der Kirche verbunden; sie werden reich ausgestattet durch eine besondere Kraft des Heiligen Geistes, und sie werden strenger verpflichtet, den Glauben als wahre Zeugen Christi in Wort und Tat zu verbreiten und zu verteidigen."

Die Spendung der Firmung geschieht, wie das Neue Testament berichtet, durch Handauflegung, wobei der Bischof spricht: "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist."  Die Antwort "Amen." des Firmlings bekräftigt dies - er stimmt zu, dass Gott in ihm oder ihr wirken möchte.

Später kam der Gebrauch des Öles hinzu, die Salbung mit dem Chrisam. Spender der Firmung ist der Bischof, der auch einen Priester beauftragen kann. Der Firmling wird vom Firmpaten begleitet, der mit der Hand auf der Schulter den Firmling "den Rücken stärkt" und ihn begleitet auf seinem weiteren Glaubensweg.