Die Integrationsagentur der GGUA e.V. und die Grevener Flüchtlingshilfe laden für den 21. und 28. September jeweils von 18.00 – 20.00 Uhr zu einer Veranstaltung ein mit dem Thema:  "Interkulturelle Kompetenz für Ehrenamtliche in der Flüchtlingssozialarbeit". Als Referentin steht Margreet Toxopäus zur Verfügung vom Fachbereich Migration des DRK Landesverbandes Westfalen-Lippe. Die Treffen finden in der Karderie beim Ballenlager statt.

Zugewanderte Menschen bilden einen wesentlichen und bereichernden Bestandteil der deutschen Gesellschaft. Die Herausforderungen einer pluralistischen Gesellschaft zeigen sich in vielen Bereichen des täglichen Lebens. Im Umgang von Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft kann es jedoch zu Missverständnissen und Unsicherheiten kommen. 

Idee für ein Netzwerk.

Zu einem Elterncafe hatte die Flüchtlingshilfe in die Karderie eingeladen. Es kamen zahlreiche Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien von den Grundschulen und weiterführenden Schulen mit ihren Eltern. Die Kinder werden an den unterschiedlichen Schulen und in ihrer Freizeit, an Nachmittagen, von den Schülerpaten begleitet. Auf einer großen Weltkarte setzten die Kinder Fähnchen um ihre Herkunftsländer zu zeigen, von Pakistan, Albanien, Eritrea bis nach Syrien. Das Ziel des Treffens war es, eine Idee für ein Netzwerk zu entwickeln und Spaß und Freude miteinander zu haben. Bei strahlender Sonne wurde viel gespielt und miteinander gelacht. Dirk Nolte von Sport Olymp übereichte an alle Familien Fußbälle als Willkommensgruß.

Aufruf zur Unterstützung.

Mit dieser Info über eine Projektbeteiligung der Flüchtlingshilfe Greven möchten wir Sie informieren und für eine Unterstützung "auf elektronischem Weg" werben! Worum geht es? Die PSD-Bank mit Sitz in Münster schreibt aktuell ihr Bürgerprojekt aus, bei dem sich Vereine oder Initiativen bewerben können, die sich vor allem durch freiwilliges, bürgerschaftliches, ehrenamtliches Engagement auszeichnen. Das aktuelle Thema für das Projekt in 2015 dreht sich um das Thema "Wissen überwindet Grenzen". Wir glauben, dass die Flüchtlingshilfe mit ihren aktuellen Angeboten (Sprachkurse, Lernpatenschaften, Begegnungscafe; Kinder- und Jugendgruppe) bereits jetzt konkret daran arbeitet, durch Wissen Grenzen zu überwinden.

Wir - d.h. die Flüchtlingshilfe Greven - haben uns mit einer - vielleicht etwas ungewöhnlichen und kreativen - Projektidee beworben.

Konzentriertes Lernen.

Am 15. Juni 2015 besuchte ich den aktuellen 3. Sprachkurs für Flüchtlinge. Er findet im oberen Raum im Haus der Begegnung statt. Als ich ins Haus trat, war alles sehr still. Nanu, dachte ich, findet der Kurs heute doch nicht statt? Neugierig schlich ich die Treppe hoch. Die Tür stand offen und ich schielte um die Ecke: Doch, sie waren da! Wie bei einer Klassenarbeit war jeder konzentriert mit einer schriftlichen Aufgabe beschäftigt. Leise sagte ich: „Guten Morgen.“ Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen schauten auf, vielleicht sogar etwas froh über diese unerwartete „Störung des Unterrichts“. Ich stellte mich und mein Anliegen vor. Für die Homepage der Pfarrgemeinde wollte ich gerne ein Foto mit den Lernenden machen. Mit Interesse fragte ich, aus welchen Ländern sie stammten. Die aktuellen Teilnehmer des Sprachkurses kommen beispielsweise aus den Ländern Tadschikistan, Aserbaidschan, Iran, Afghanistan und Nigeria. Auf dem Foto sieht man aber nur einige (freiwillige) Teilnehmer und die Leiterin des Sprachkurses. Eine Teilnehmerin erzählte stolz, dass alle Verben, die sie schon gelernt hätten, zu Zeit genau 80 wären.

Weitere Sprachkurse und ein Begegnungscafe.

Beim zweiten Gesamttreffen der Flüchtlingshilfe Greven in 2015 wurde eine breite Palette von Themen angeschnitten. Unter den mehr als 30 Anwesenden entwickelte sich eine z. T. lebhafte Diskussion, wie die verschiedenen Vorhaben sinnvoll angegangen werden können. Ein Schwerpunkt war der Bericht von Peter Scheinhardt über seine ersten Aktivitäten in enger Zusammenarbeit mit Mechthild Isernhinke von der GGUA Flüchtlingshilfe um Praktika oder vielleicht sogar Arbeitsstellen zu vermitteln. Zentrale Voraussetzung sind Sprachkenntnisse und die Bereitschaft der Firmen und Behörden etc. Aufgrund der Kontakte zum Wirtschaftsforum scheint sich eine gute Unterstützung der Firmen zu entwickeln. Nach dem Bericht von Rike Bünder und Lore Hauschild sind an mehreren Grundschulen Schülerpaten tätig. An der Hauptschule werden Flüchtlingskinder aus der sogenannten Auffangklasse am Vormittag von Ehrenamtlichen unterstützt. Nach Informationen von Ilja Kryszat sind an der Erich-Kästner-Grundschule in Reckenfeld jetzt fünf Flüchtlingskinder angemeldet. Deutlich wurde, dass es einen Bedarf gibt an Unterstützung für Mütter und Frauen. Hier will der Caritasverband Emsdetten ein entsprechendes Gruppenangebot initiieren. Bernhard Hülsken und Heinz Kues berichteten von weiteren Aktivitäten der Flüchtlingshilfe.