Auf Initiative des Sachausschusses Ehe und Familie der Pfarrgemeinde St. Martinus hat sich im Frühjahr 2014 eine Gruppe von interessierten und engagierten Menschen gefunden, die sich für die Belange von Flüchtlingen und Asylsuchenden in Greven einsetzt. Diese Gruppe hat sich im Frühsommer 2014 den Namen „Flüchtlingshilfe Greven“ gegeben. In 2015 haben sich aufgrund der deutlich ansteigenden Zahl geflüchteter Menschen die Aufgaben der Flüchtlingshilfe stark ausgeweitet. In 2015 sind ca. 500 Geflüchtete neu in Greven angekommen und in den Stadtteilen (Reckenfeld und Greven-Kernstadt) unter-gebracht worden. Aus diesem Grund (Stichwort: direkte Hilfe bzw. Angebote am Wohnort und Lebensmittelpunkt) wurde eine regionale Aufgabenverteilung von Angeboten und Hilfen zwischen den Partnern der Flüchtlingshilfe vorgenommen: Für den Stadtteil Reckenfeld durch die Evangelische Gemeinde und für Greven-Kernstadt durch die Katholische Pfarrgemeinde St. Martinus. Darüber hinaus ist der Bürgerverein Reckenfeld mit zwei Angeboten seiner Fahrradwerkstatt in Reckenfeld und Greven-Kernstadt als weiterer Kooperationspartner aktiv.

Dieser Sachbericht kann hier heruntergeladen werden und bezieht sich vor allem auf die in Greven-Stadt vorgehaltenen Hilfen und Angebote, die durch die Pfarrgemeinde St. Martinus als Träger vorgehalten und verantwortet werden.

Die Flüchtlingshilfe Greven setzt mit dem Kunstprojekt „Greven bekennt Farbe“ ein deutliches öffentliches Zeichen für ein offenes und freundliches „Willkommen“ für alle Menschen aus anderen Ländern. Dies gilt vor allem für Menschen, die aus ihren Heimatländern geflohen sind. Es haben sich weit über 100 Grevener Bürgerinnen und Bürger, Schulklassen, Freundeskreise, Gruppen oder Chöre für das Projekt beworben. Sie drücken dieses „Willkommen“ mit ihrer jeweils eigenen bunten Botschaft aus, die in der Gesamtheit aller Botschaften zu einem eindrucksvollen Gesamtkunstwerk wird. Die Eröffnung der Ausstellung der 100 Einzelbilder und des Gesamtkunstwerkes findet am Sonntag, 28. Februar 2016, um 17 Uhr in der Jugendkirche MARY`s statt. Die Flüchtlingshilfe lädt die Künstler und alle Interessierten herzlich zur Teilnahme ein. Die Ausstellungseröffnung wird vom Projektchor der Pfarrgemeinde St. Martinus mitgestaltet.

Das Plakat zur Ausstellungseröffnung "Greven bekennt Farbe" finden Sie hier.

Ein Kunstprojekt der Flüchtlingshilfe Greven.

In Greven engagieren sich viele Menschen für Flüchtlinge. Die Flüchtlingshilfe Greven, die sich im Frühjahr 2014 gegründet hat und die ehrenamtliche Arbeit zu diesem Thema koordiniert lädt ein, an einem besonderen Projekt teil-zunehmen! Mit dem Kunstprojekt „Greven bekennt Farbe“ soll ein Willkommen-Zeichen gesetzt werden von Grevener Bürgerinnen und Bürgern für Menschen aus anderen Ländern – und hier vor allem für Menschen, die aus ihren Heimatländern geflohen sind. Das große „Willkommen-Zeichen“ besteht aus 100 Leinwänden (50 x 50 cm), die von 100 Grevener Einzelpersonen, Gruppen, Schulklassen, Chören, Nachbarschaften, Freundeskreisen etc. gestaltet werden. Die Rahmen werden zur Verfügung gestellt und können mit Wasser- oder Acrylfarbe bemalt werden, als Collage beklebt werden etc. Der Phantasie zum Thema „Willkommen in Greven“ sind keine Grenzen gesetzt! Je vielfältiger, desto besser!

Weitere Informationen finden Sie hier!

Die dramatischen Bilder der Flucht und die Schicksale der geflüchteten Menschen

bewegen auch die Bürger in Greven. Die Flüchtlingshilfe hatte im September zu einem weiteren Treffen eingeladen und Bernhard Hülsken und Heinz Kues konnten mehr als 80 Interessierte begrüßen. Der Raum im Haus der Begegnung war übervoll. Torsten von Düllen berichtete aus Sicht der Stadtverwaltung von stark gestiegenen Zuweisungen auch nach Greven. Daher habe der Sozialausschuss  beschlossen 300 zusätzliche Plätze durch entsprechende Baumaßnahmen zu schaffen. Es sei sehr schwierig, geeignete Bausubstanz im Bestand zu finden. Man habe mehr als 100 Objekte geprüft. Ende Oktober hat ja auch die Pfarrgemeinde  St. Martinus entschieden, dass der Stadt an der Kirche St. Josef ein Grundstück zur Verfügung gestellt wird, um dort in mobilen Einheiten Wohnraum für Flüchtlinge zu schaffen Zur Finanzierung erläuterte er auf Nachfrage, dass die Unterstützung von Bund und Land unzureichend sei und 75 % von der Stadt Greven getragen werden müsse. Rike Bünder berichtete im Haus der Begegnung von durchaus bemerkenswerten Aktivitäten im Bereich der Schulen, wo viele Ehrenamtliche als Schülerpaten tätig sind. Es gibt Absprachen mit den Sportvereinen, Gruppenangebote für Kinder und Jugendliche und es wird die Teilnahme von Flüchtlingskindern an den Angeboten der Ferienkiste ermöglicht jetzt auch wieder in den Herbstferien. In Reckenfeld gibt es eigene Aktivitäten über die Klaus Schwenken vom Reckenfelder Bürgerverein Auskunft gab. Der Verein hat inzwischen 100 Fahrräder im Bestand, die an Flüchtlinge verliehen werden. Das Angebot soll für die gesamte Stadt Greven gelten, soweit die Kapazitäten ausreichen. Daneben gibt es u. a. Begegnungsmöglichkeiten, eine Sprachförderung und auch die Schulbegleitung an der Erich Kästner Gemeinschaftsgrundschule. Die Sprachvermittlung stellt auch zukünftig ein zentrales Anliegen der Flüchtlingshilfe dar.