Sie können hier den aktuellen und neuen Flyer der Flüchtlingshilfe öffnen und herunterladen.

Einen Bereich der Flüchtlingshilfe mit weiteren Informationen finden Sie auch hier auf der Seite der Stadt Greven.

Die Flüchtlingshilfe Greven beginnt mit einem neuen Angebot für Geflüchtete und Gäste –

dem Sprachcafe! Inzwischen haben eine ganze Reihe geflüchteter Menschen die ersten Sprachkurse absolviert und sind auf einem Sprachniveau, das als selbständige Sprachanwendung bezeichnet werden kann (B1 oder B2 Niveau). Dies bedeutet, dass vertraute Dinge aus Arbeit, Schule, Freizeit oder Alltagsleben verstanden und sprachlich ausgedrückt werden können. Das ständige Training dieser Elemente und die weitere Vertiefung, um Sicherheit im Sprachgebrauch zu erlangen, gelingt am besten im Austausch mit Menschen, die die deutsche (Mutter-)Sprache sprechen. Vor allem bei der Berufsvorbereitung, in der Berufsschule oder bei den Schritten zum Wiedereinstieg, z.B. in den im Heimatland ausgeübten Lehrerberuf, sind diese Gespräch oder Trainings wichtig. Im Sprachcafe geht es darum, in kleinen Gruppen diese selbständige Sprachanwendung zu üben, zu Sprachanlässen wie aktuellen gesellschaftlichen oder politischen Themen in den Austausch zu kommen und dabei Hinweise, Erläuterungen oder auch Korrekturen zu Inhalten oder richtiger Aussprache zu geben. Das Sprachcafe soll immer mittwochs geöffnet sein, erstmalig am Mittwoch, dem 8. November 2017, im Haus Liudger, Grabenstraße, von 17.00 – 19.00 Uhr. Interessierte Grevener sind herzlich eingeladen um gemeinsam mit den geflüchteten Menschen ins „Training zu gehen“ und sich dabei sicher auch gegenseitig kennenzulernen.

Die Flüchtlingshilfe Greven lädt für Mittwoch, den 11. Oktober um 19.30 Uhr

alle Interessierten zu einer Informationsveranstaltung über das Kirchenasyl in das Haus Liudger in die Grabenstr. 24 ein. Die Ablehnung von Asylanträgen stellt für viele geflüchtete Menschen eine hohe Belastung dar. Die den Entscheidungen zugrunde liegenden Rechtsgrundlagen sind nicht immer nachvollziehbar (z. B. sichere Herkunftsländer). Von daher nimmt das Interesse an der Einrichtung von Kirchenasylen zu. Das Bistum Münster hat dazu auch einen Leitfaden veröffentlich, in dem die Regelungen für das Kirchenasylverfahren beschrieben sind. Als Referentin steht Antonia Plettenberg zur Verfügung, Juristin beim Diözesancaritasverband und bistumsweite Ansprechpartnerin für das Kirchenasyl. Darüber hinaus wird die Flüchtlingshilfe bei dem Treffen über aktuelle Aktivitäten und Projekte berichten.

Beim ersten öffentlichen Treffen der Flüchtlingshilfe in 2017

konnten Bernhard Hülsken und Heinz Kues jetzt fast 50 Interessierte im Haus Liudger begrüßen. Maike Krumm, Flüchtlingsberaterin des CV Emsdetten-Greven, berichtete zunächst über Schwerpunkte in ihrer Beratungspraxis. Diese  beziehen sich u. a. auf die komplizierten und langwierigen Fragen des Familiennachzugs, der rechtlich umstrittenen kommunalen Wohnsichtauflage und auf das durch das Integrationsgesetz neu geschaffene Bleiberecht während der Ausbildung eines Geflüchteten. Maike Krumm ist Ansprechpartnerin für Asylbewerber aber auch für Ehrenamtliche.  Im Mittelpunkt des Abends standen die Informationen von Bertold Böing, dem neuen Wohnungsmanger  der Stadt Greven. Er erläuterte, dass in Greven bezahlbarer Wohnraum kaum verfügbar sei. Diese Problematik bestehe aber schon länger, unabhängig von dem Zuzug von Flüchtlingen nach Greven. Er stellte kurzfristige Aktivitäten vor u. a. alle Beteiligten am Wohnungsmarkt in Greven anzusprechen oder auch alle städtischen Wohnimmobilien zu prüfen, ob sie für bestimmte Zielgruppen zur Verfügung stehen. Es wurde deutlich, dass mehr in den öffentlich geförderten Wohnraum investiert werden muss.  Eine anwesende Vermieterin konnte am Informationsabend der Flüchtlingshilfe eine freie Wohnung anbieten. Bertold Böing stellte als eine Neuerung ein Merkblatt „Der Weg zur eigenen Wohnung“ vor,  für Geflüchtete und Unterstützer / innen mit sehr konkreten Hinweisen.