Konzentriertes Lernen.

Am 15. Juni 2015 besuchte ich den aktuellen 3. Sprachkurs für Flüchtlinge. Er findet im oberen Raum im Haus der Begegnung statt. Als ich ins Haus trat, war alles sehr still. Nanu, dachte ich, findet der Kurs heute doch nicht statt? Neugierig schlich ich die Treppe hoch. Die Tür stand offen und ich schielte um die Ecke: Doch, sie waren da! Wie bei einer Klassenarbeit war jeder konzentriert mit einer schriftlichen Aufgabe beschäftigt. Leise sagte ich: „Guten Morgen.“ Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen schauten auf, vielleicht sogar etwas froh über diese unerwartete „Störung des Unterrichts“. Ich stellte mich und mein Anliegen vor. Für die Homepage der Pfarrgemeinde wollte ich gerne ein Foto mit den Lernenden machen. Mit Interesse fragte ich, aus welchen Ländern sie stammten. Die aktuellen Teilnehmer des Sprachkurses kommen beispielsweise aus den Ländern Tadschikistan, Aserbaidschan, Iran, Afghanistan und Nigeria. Auf dem Foto sieht man aber nur einige (freiwillige) Teilnehmer und die Leiterin des Sprachkurses. Eine Teilnehmerin erzählte stolz, dass alle Verben, die sie schon gelernt hätten, zu Zeit genau 80 wären.

Weitere Sprachkurse und ein Begegnungscafe.

Beim zweiten Gesamttreffen der Flüchtlingshilfe Greven in 2015 wurde eine breite Palette von Themen angeschnitten. Unter den mehr als 30 Anwesenden entwickelte sich eine z. T. lebhafte Diskussion, wie die verschiedenen Vorhaben sinnvoll angegangen werden können. Ein Schwerpunkt war der Bericht von Peter Scheinhardt über seine ersten Aktivitäten in enger Zusammenarbeit mit Mechthild Isernhinke von der GGUA Flüchtlingshilfe um Praktika oder vielleicht sogar Arbeitsstellen zu vermitteln. Zentrale Voraussetzung sind Sprachkenntnisse und die Bereitschaft der Firmen und Behörden etc. Aufgrund der Kontakte zum Wirtschaftsforum scheint sich eine gute Unterstützung der Firmen zu entwickeln. Nach dem Bericht von Rike Bünder und Lore Hauschild sind an mehreren Grundschulen Schülerpaten tätig. An der Hauptschule werden Flüchtlingskinder aus der sogenannten Auffangklasse am Vormittag von Ehrenamtlichen unterstützt. Nach Informationen von Ilja Kryszat sind an der Erich-Kästner-Grundschule in Reckenfeld jetzt fünf Flüchtlingskinder angemeldet. Deutlich wurde, dass es einen Bedarf gibt an Unterstützung für Mütter und Frauen. Hier will der Caritasverband Emsdetten ein entsprechendes Gruppenangebot initiieren. Bernhard Hülsken und Heinz Kues berichteten von weiteren Aktivitäten der Flüchtlingshilfe.

Maiandacht in Greven-Schmedehausen.

Rund 40 Teilnehmer waren am vergangenen Mittwoch, 27.05.2015 zusammengekommen um gemeinsam die Marien-Maiandacht der Kolpingsfamilie Greven zu feiern. Die meisten kamen mit dem Rad zum Hof Bisping in Greven-Schmedehausen und beteten dort für die Einheit der Christen. Zum Schluss blieb noch etwas Zeit um ein wenig zu klönen und um die herrlichen Rhododendren und Natur zu bewundern.

Alle Infos und Termine der Kolpingsfamilie finden Sie unter www.kolpingsfamilie-greven.de

Weihbischof Geerlings bei der Grevener Flüchtlingshilfe.

Einfache Lösungen wird es nach der Auffassung von Weihbischof Geerlings nicht geben, um auf die Situation der Flüchtlinge und die weltweiten Fluchtbewegungen angemessen zu reagieren. Die Flüchtlingshilfe Greven hatte ihn jetzt in seiner Funktion als stellvertretenden Vorsitzenden der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz zu einem Gesprächsabend in das Haus Liudger eingeladen. Natürlich sei es richtig die Fluchtursachen zu bekämpfen. Es sei aber naiv zu glauben, man könne die komplexen Konfliktherde an vieler Stellen in der Welt kurzfristig lösen, verdeutlich Dieter Geerlings. „Wenn Menschen nach Deutschland kommen, muss man Ihnen helfen und eine angemessene Unterstützung geben. Seien Sie sicher, keiner verlässt seine Heimat ohne große Not“, so Geerlings.

Die auf Initiative des Sachausschuss Ehe und Familie der Martinus-Gemeinde initiierte Flüchtlingshilfe lädt alle Interessierten ganz herzlich zu einem weiteren Treffen ein. Es findet statt am Mittwoch, 27. Mai. um 19.30 Uhr im Haus der Begegnung / Pfarrzentrum St. Martinus, Marktplatz 5 (direkt an der St. Martinuskirche).

Es sollen die aktuellen Aktivitäten und die Entwicklungen im letzten halben Jahr dargestellt werden.  Es wird u. a. um die die Themen Sprache und Schule gehen sowie um den Bereich Arbeit / Praktika und Hospitation. Es gibt eine Information aus den Ausschüssen der Stadt und einen Ausblick auf geplante kleinere und größere Aktionen und Veranstaltungen.