230 EUR wurden gespendet beim Fastenessen am 19. März

Beim Fastenessen der Afrika-Gruppe unserer Gemeinde am Sonntagmittag zeigte Stefanie Erlemann (Altenberge-Hansell) Fotos von ihrem freiwilligen Jahr, von dem sie im August letzten Jahres zurückgekehrt ist. Sie half an einer Schule in Mwanza (Tansania) in der Förderklasse für Kinder mit Lernschwächen und geistigen Behinderungen. Die Teilnehmer erfuhren, dass in der Stadt Mwanza, die im Norden am Viktoriasee liegt, der Viktoriabarsch als „blaues Gold“ bezeichnet wird, denn die Einwohner dort leben hauptsächlich von der Fischproduktion. Beim Vergleich des Alltaglebens mit Deutschland fielen Stefanie Erlemann einige Unterschiede auf: Disziplin, Gehorsam und Respekt stehen an oberster Stelle, z.B. von Kindern gegenüber ihren Lehrern oder privat gegenüber älteren Menschen. Alle Frauen werden mit „Mama“ angesprochen, wenn sie im entsprechenden Alter sind.

Beim ersten öffentlichen Treffen der Flüchtlingshilfe in 2017

konnten Bernhard Hülsken und Heinz Kues jetzt fast 50 Interessierte im Haus Liudger begrüßen. Maike Krumm, Flüchtlingsberaterin des CV Emsdetten-Greven, berichtete zunächst über Schwerpunkte in ihrer Beratungspraxis. Diese  beziehen sich u. a. auf die komplizierten und langwierigen Fragen des Familiennachzugs, der rechtlich umstrittenen kommunalen Wohnsichtauflage und auf das durch das Integrationsgesetz neu geschaffene Bleiberecht während der Ausbildung eines Geflüchteten. Maike Krumm ist Ansprechpartnerin für Asylbewerber aber auch für Ehrenamtliche.  Im Mittelpunkt des Abends standen die Informationen von Bertold Böing, dem neuen Wohnungsmanger  der Stadt Greven. Er erläuterte, dass in Greven bezahlbarer Wohnraum kaum verfügbar sei. Diese Problematik bestehe aber schon länger, unabhängig von dem Zuzug von Flüchtlingen nach Greven. Er stellte kurzfristige Aktivitäten vor u. a. alle Beteiligten am Wohnungsmarkt in Greven anzusprechen oder auch alle städtischen Wohnimmobilien zu prüfen, ob sie für bestimmte Zielgruppen zur Verfügung stehen. Es wurde deutlich, dass mehr in den öffentlich geförderten Wohnraum investiert werden muss.  Eine anwesende Vermieterin konnte am Informationsabend der Flüchtlingshilfe eine freie Wohnung anbieten. Bertold Böing stellte als eine Neuerung ein Merkblatt „Der Weg zur eigenen Wohnung“ vor,  für Geflüchtete und Unterstützer / innen mit sehr konkreten Hinweisen.

Bewerbungsstart für das Projekt am Beach

Die Flüchtlingshilfe Greven startet nach dem viel beachteten und erfolgreichen Kunstprojekt „Greven bekennt Farbe“ eine weitere Aktion in Kooperation mit der türkisch-muslimischen Gemeinde. Die nunmehr 10 Jahre alten und fast verblichenen Einzelporträts an der Unterseite der Fußgängerbrücke am Beach sollen durch Doppelporträts ersetzt werden. Hinter „Greven ist Farbe“, so das Motto der neuen Aktion, steckt die Idee, dass wir alle Grevener sind – unabhängig von Alter, Religion, Geschlecht, Geburtsort oder Muttersprache. Und dies soll durch die Doppelporträts ausgedrückt werden. Ein Grevener mit Migrationsgeschichte und einer ohne diesen Hintergrund lassen sich als Menschen-Paar fotografieren. Es können Nachbarn sein, Kollegen, Freunde, Team- oder Mannschaftsmitglieder, (Sprach-)Paten, Chormitglieder etc.. Auch Einzelpersonen, die noch keinen Fotopartner haben, sich jedoch am Projekt beteiligen möchten, sind eingeladen sich zu bewerben. Bewerbungen zum Projekt können ab sofort auf unterschiedliche Art eingereicht werden: per Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; schriftlich bei der türkisch-muslimischen Gemeinde (Alte Bahnhofstr. 58) oder der Pfarrgemeinde St. Martinus (Marktplatz 5): Stichwort – Bewerbung „Greven ist Farbe“.

KG Emspünte beim Flüchtlingstreff

Menschen vieler Länder und Kulturen - Kinder und Erwachsene - drängten sich am Dienstag im Begegnungscafe der Karderie zum karnevalistischen Flüchtlingstreff. Buntverkleidete Kinder, teilweise herrlich geschminckt, spielten fröhlich miteinander, Luftschlangen schmückten die Räumlichkeit und Kaffee und Berliner fanden reißenden Absatz. Alle spürten, der Nachmittag hatte noch einen besonderen Höhepunkt. Und dann waren sie da: Stadtprinz Hubert I., Püntemariechen Svenja und KG-Präsident Udo; im Gefolge eine Reihe gut gelaunter Blaujacken.

Hubert I. verkündigte, daß beim Umzug ein Wagen mit dabei sein werde, der unter dem Motto läuft:

"Arche - Wir sitzen alle in einem Boot und feiern gemeinsam einen kleinen feinen Karneval der Kulturen". Auf dem Wagen werden viele Flüchtlinge sein und Karnval so richtig erleben. Wir hier in Greven, so der Stadtprinz, können uns - wenn überhaupt - nur ansatzweise vorstellen, welch ein Leid die Flüchtlinge, unter ihnen viele Kinder, durchgemacht haben. Und Boote - symbolisch im hiesigen Karneval durch die Arche dargestellt - spielen als Fluchtgelegenheit oftmals eine zentrale Rolle.

Kirchengemeinde St. Martinus lädt ein sich mit dem Sakrament der Versöhnung auseinander zu setzen

„Nein, so viel Zeit hast Du gar nicht, Dir das alles anzuhören!” Diese oder eine ähnliche Antwort bekommt der neue Kaplan Ralf Meyer oft zu hören, wenn er mit einem Lächeln zur nächsten Beichtzeit einlädt: „Gleich um 18 Uhr sitze ich in Josef. Herzliche Einladung!” Dass diese Einladung inzwischen ironisch gemeint sein könnte, sagt viel aus über das Verständnis dieses sogenannten Sakramentes. Ein Sakrament, so nennt die Kirche ein Zeichen der Liebe von Gott. „Viele verbinden die Beichte aber nicht mit Liebe, sondern eher mit Dunkelheit, staubigen Beichtstühlen und unangenehmen Fragen vom Priester”, meint Pastoralassistentin Dorothe Grütters. „Doch woher kommt diese Erfahrung?”, fragen sich die beiden und wollen das Thema in der kommenden Zeit offensiv angehen. Dazu laden Sie zunächst alle Kinder der Erstkommunionjahre 2013 und 14 und deren Eltern zu einem Info-Tag zum Thema Versöhnung ein. „Diese Jahrgänge hatten bei der Vorbereitung keine Möglichkeit zur Beichte und wir möchten dies rückwirkend ermöglichen”, erklärt Kaplan Meyer. „Aber nicht mit Druck, sondern mit Aufklärung!”, unterstreicht Pastoralassistentin Grütters. Darum wird am Sonntag, dem 12. März, auch nur darüber gesprochen und gemeinsam mit den Eltern und Jugendlichen suchen sie Wege und Möglichkeiten einer modernen Form dieses „Sakramentes der Versöhnung”. Kaplan Meyer wünscht sich, dass „die Menschen, die vielleicht sehr lange oder nie Kontakt mit dieser Art der Versöhnung hatten, dazu ermutigt werden, diesem Sakrament eine neue Chance zu geben.”

Tolles Spendenergebnis!

Das Thermometer zeigt Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, der Atem kondensiert vor dem Gesicht, die Nase ist gerötet von der Kälte. Das alles kann Johanna nicht abhalten. Zusammen mit ihren zwei Freundinnen Mia und Emma geht sie zum nächsten Haus. Die Kinder richten noch einmal ihre Kronen, klingeln an der Tür und als geöffnet wird, beginnen sie mit ihrem Lied: „Wir kommen daher aus dem Morgenland…“.

Über 200 Kinder waren in der ersten Januarwoche in Reckenfeld, Greven, Bockholt-Guntrup, Schmedehausen und den zugehörigen Bauernschaften unterwegs. Verkleidet als Heilige Drei Könige zogen sie durch die Straßen und brachten den Menschen den Segen Gottes. Wie im vergangen Jahr, nahmen neben altgedienten Königinnen und Königen viele Erstkommunion- und Kindergartenkinder an der Aktion teil. So beteiligten sich dieses Jahr wieder die Familienzentren St. Vinzenz, St. Mariä Himmelfahrt, St. Johannes und St. Martinus genauso wie die Kindertagesstätte St. Josef und die Kinderwelt St. Raphael.

Feierliche Firmungen in der Martinuskirche mit Bischof Dr. Felix Genn.

Es war Feiertag. Der große und markante Kirchturm der Martinuskirche, bunt und hell beflaggt mit vier großen Fahnen, zeigte es schon allen Besuchern schon aus weiter Entfernung. Ein Feiertag am vergangenen Sonntag besonders für 116 Jugendliche, die von Bischof Dr. Felix Genn das Sakrament der Firmung empfingen.

Ein halbes Jahr hatten sich die Jugendlichen im Alter von 15 bis 18 Jahren auf diesen Tag vorbereitet. Sie wählten dabei aus verschiedenen Vorbereitungsvarianten, wie einem Wochenende im Kloster Frenswegen, der Fahrt nach Taizé, einer klassischen Gruppenstunde oder einem Kompaktkurs in den Herbstferien aus. Den Leitgedanken dieser Vorbereitung „Light my Fire“ griff Bischof Dr. Genn in den zwei feierlichen Gottesdiensten um 14 Uhr und 17 Uhr auf und deutete ihn entsprechend. „Entzündet euer Feuer in der guten Sache für andere, lasst den heiligen Geist in euch wirken“ rief er den Firmlingen in seiner Predigt zu und lud sie ein „Brandstifter zu sein, um auch andere mit dem Geist anzustecken“. Jedem Firmling schenkte der Bischof, einem Aufruf des Papstes folgend, eine kleine Bibel „für die Hosen- oder Jackentasche“.

Eine Kirche vollbesetzt bis auf den letzten Platz, trotz spiegelglatter Straßen und Ferien?

Nein, diesmal war es nicht der Weihnachtsgottesdienst, der die Marienkirche an der Grabenstraße am vergangenen Sonntag füllte. Der zweite Gottesdienst des neuen Formates für Familien knüpfte am großen Premierenerfolg des Januargottesdienstes an und sorgte erneut für ein volles Haus.

„Wir freuen uns, dass gut 250 Kinder, Jugendliche, Eltern und Großeltern der Einladung zum 2.Elf-Familiengottesdienst gefolgt sind“ begrüßte Kaplan Ralf Meyer entsprechend zufrieden die Besucher.

Diese erlebten zum Thema „Du Glückskeks“ zahlreiche Mitmach-Aktionen, eine Predigt mit Kreuzworträtsel, eine eigene Segnung der Kinder, ansprechende und begleitende Bilder auf der Großleinwand und ständig mit einbezogene Kinder, beispielsweise bei den Fürbitten, im Messsdienerdienst oder dem Vater Unser Gebet.