Besuch aus Ghana.

Aus unserer Partnergemeinde St. Anne in Bongo, Ghana, ist derzeit eine kleine Delegation zu Besuch in Greven. Father Clement, Ernest Asampandaa und Rose Adongo wurden bei ihrer Ankunft am 5.5.2018 am Flughafen von Schulkindern, Gastfamilien und den Mitgliedern der Ghana-Gruppe herzlich empfangen. Schon gleich am ersten Wochenende (6.-7.5.2018) stellten sie sich in einigen Gottesdiensten vor und knüpften erste Kontakte mit den Kirchenbesuchern. Der Familiensingkreis unterbrach am Sonntag seine Probe für den Katholikentag, um ihnen auf der Treppe vor der Martinuskirche ein schwungvolles Lied zu singen. Neben Treffen mit unterschiedlichen Gemeindegruppen stehen auch Besuche in Schulen, im Gertrudenstift und beim Bürgermeister auf dem Programm. Auch das Grevener Alltagsleben kommt nicht zu kurz:

Markttag, Kleiderkammer, Kläranlage, Sachsenhof, Bauernhöfe, das Blue Grass Festival, die Christuskirche u.v.m. Auch besuchen die Ghanaer Gäste und ihre Gastfamilien den Katholikentag. Die Verknüpfung mit der Weltkirche zeigt sich unter anderem auch bei der Einladung des Bischofs, wo sie weitere Delegationen der verschiedenen Partnergemeinden des Bistums Münster kennenlernen können.

 Foto: Ankunft am FMO (am 4.5.2018)

Die Pfarrgemeinde St. Anne in Bongo ist eine noch junge Pfarrgemeinde in Norden Ghanas. Zur Stadt Bongo gehören ca. 35.000 Einwohner, die sich wie in Greven auch auf Bauernschaften verteilen. „Freundschaft braucht Gesichter.“, sagen die Ghanaer. So besteht die Partnerschaft schon seit 29 Jahren.

Father Clement ist seit drei Jahren Kaplan in der katholischen Pfarrgemeinde St. Anne in Bongo, Ghana. Er ist dort für die vielgestaltige Jugendarbeit zuständig. Darüber hinaus koordiniert er die Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene auf Bistumsebene.

Ernest Asampandaa ist Lehrer an einer weiterführenden Schule (Fächer: Physik, Chemie) und gleichzeitig Farmer (Viehzüchter). Er ist verheiratet und hat zu seinen beiden Kindern noch neun weitere Kinder aufgenommen, die entweder Waisen oder in einer aktuellen Notlage sind. Er ist Vorsitzender des Kirchengremiums und Leiter der Farmergruppe.

Mother Rose Adongo ist Schneiderin und hat eine Farm (Getreideanbau), wo sie mit ihren fünf Kindern lebt. Sie leitet derzeit die „Christian Mothers“ (Frauengemeinschaft), mach viele Hausbesuche und kümmert sich um die Gesundheitsfürsorge bei den Müttern und Kranken im Ort.

Die Gäste aus Ghana berichten gerne von den vielen Projekten, die in ihrem Ort durchgeführt werden. So bauen zum Beispiel die „Christian Mothers“ ein Gästehaus mit Tagungsräumen auf, um zum einen besser Seminare und Fortbildungen durchführen zu können, und zu anderen um Einnahmen zu erwirtschaften, die wiederum der Allgemeinheit zugute kommen. Doch allein können sie den Bau des Tagungshauses nur langsam erreichen, so dass sie über jede Spende froh sind.

Foto: Ständchen des Familiesingkreises nach der Messe am 6.5.2018

Bisherige Spenden aus unserer Pfarrgemeinde wurden zum Beispiel für den Bau und die Ausstattung einer Schule verwendet. Dort können die Kinder nun an Tischen sitzen. Auch durch weitere neue Lernmöglichkeiten hat sich das Niveau der Schule deutlich verbessert. Die Eltern der umliegenden Ortschaften schicken vermehrt ihre Kinder in diese Schule.
Regelmäßig fließen die Spenden der kfd St. Martinus in die Krankenversicherung von verwaisten und hilfebedürftigen Kindern.
Mit anderen Spenden wurde eine Mühle gebaut, die für den Ort und das Umland eine enorme Erleichterung bedeutet. Auch die mit der Mühle erwirtschafteten Gewinne werden wieder für die Allgemeinheit investiert.

Fot: Treffen mit der kfd St. Martinus am 7.5.2018