Bedeutung der Kirche in Afrika wird deutlich. afrika gottesd 2017 01 250

In den beiden Afrika-Gottesdiensten am vergangenen Wochenende (18./19. November) kam zum Ausdruck, dass es sich beim Evangelium um eine „frohe Botschaft“ handelt. Zum einen durch Pfarrer Dr. Rogers Biriija (zurzeit Altenberge), der in seiner Predigt aus seinem Heimatland Uganda berichtete und zwar mit humorvollen kleinen Geschichten. Dabei wies er stolz darauf hin, dass der ehemalige britische Premierminister Winston Churchill Uganda einmal "Perle Afrikas" genannt hat wegen der landschaftlichen Schönheit und des ganzjährig sehr angenehmen Klimas, ohne Winter. Glücklicherweise seien die Zeiten von Kriegen (z.B. Diktator Idi Amin vor 40 Jahren) längst vorbei, nun herrsche Frieden.

Ein Grund dafür sei die Amtssprache Englisch als Bindeglied, denn ansonsten habe jeder Stamm seine ganz eigene Sprache. Natürlich gebe es große Unterschiede zwischen Uganda und Deutschland, beispielsweise bei der durchschnittlichen Lebenserwartung (Uganda nur 54 Jahre) oder dass eine Familie im Durchschnitt nur 300 Euro Einkommen im Jahr (nicht Monat) hat, bei im Durchschnitt 7 Kindern. Pfarrer Rogers stellte die positive Bedeutung der Kirche für die Entwicklung des Landes Uganda heraus: Über 80 % der Schulen und auch der Krankenhäuser seien durch die Kirche ins Leben gerufen worden, das stimme ihn optimistisch. Die Gottesdienste in Uganda seien schon deutlich anders: vier lebhafte Stunden mit einer Predigt nicht als Monolog, sondern als ein lebendiger Dialog zwischen der Gemeinde und dem Priester.

Ansteckend fröhlich war zum anderen auch der Reckenfelder Gospelchor Mixed Voices. Mal sang er ein afrikanisches Lied a cappella („Rakanaka Vangeri“), mal mit musikalischer Begleitung, mal zusätzlich mit Solopartien („Jesus is right here“). Als Dank erhielten die ca. 35 Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Martina Eßing reichlich Beifall der Gottesdienstbesucher.

Die beiden Kollekten in der Josefkirche bzw. in der Franziskuskirche erbrachten die tolle Summe von 1.220 Euro. Dieses Geld wird wieder der St. Charles Grundschule in Iringa (Tansania) zugutekommen. Auch im Namen der dortigen Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrer bedankt sich die Afrika-Gruppe unserer Gemeinde dafür ganz herzlich bei den großzügigen Spendern.

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