Mit dem Leben in Berührung kommen.

Mit dem Leben in Berührung kommen – das ereignet sich Tag für Tag, oft nach außen hin unbemerkt, auf der Palliativstation des Grevener Maria-Josef-Hospitals, die Dr. Dirk Nischik zusammen mit dem Team der Station und ehrenamtlich Mitwirkenden betreut. Am vergangenen Freitag, den 3. November, konnte der großzügige Erlös eines Konzertes an diese Station übergeben werden.

Anlässlich des Reformationsjubiläums gestalteten der Evangelische Kirchenchor Greven/Reckenfeld, der Martinus-Chor und der Posaunenchor Reckenfeld am 15. Oktober ein gemeinsames Konzert, welches beide Konfessionen und beide Kirchorte in beeindruckender Weise miteinander verband. Alle Mitwirkenden haben sich lange und intensiv auf dieses Zusammenspiel vorbereitet, um der Ökumene eine gemeinsame Klangfarbe zu geben. Die gesungene und musizierte Botschaft umfasste dabei nicht nur das klangliche Erleben, sondern auch christliche Grundwerte, die einen ganz entscheidenden Beitrag dazu leisten, dass das Zusammenleben in unserer Welt gelingen kann. Ein gutes Miteinander bekommt gerade dann eine besondere Bedeutung, wenn der Lebensweg endet und Menschen voneinander und von ihrem eigenen Leben Abschied nehmen. In solchen schweren Stunden ist es gut, wenn man nicht allein ist, sondern Unterstützung und Halt bekommt. Auf der Palliativstation leisten liebevolle Menschen diesen wertvollen und wichtigen Dienst für die Betroffenen und ihre Angehörigen.

Die Wertschätzung dieses Dienstes wurde in beeindruckender Weise deutlich, als sich die Ausführenden des Jubiläumskonzertes dazu entschlossen haben, den Erlös in Gänze der Palliativstation zukommen zu lassen: Das Konzertpublikum spendete die hohe Summe von gut 1060,- Euro, womit gleichermaßen das musikalische Wirken als auch das Engagement der Palliativstation gewürdigt wurde. Auch die beiden Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde, Jörn Witthinrich und Uwe Völkel, brachten ihre Dankbarkeit und Wertschätzung darüber zum Ausdruck. Seitens der katholischen St. Martinus-Gemeinde zeigte sich Pastor Klaus Lunemann erfreut, dass dieses Konzert ein gelungenes Beispiel dafür war, dass viele Menschen in Greven den Weg der Ökumene gemeinsam gehen. Zusammen mit den Chorleitungen Uta Rodenberg, Charlotte Holste-Krey und Sebastian Bange sowie den Vorstandsmitgliedern der jeweiligen Chöre zeigten sich Dr. Nischik und sein Team dankbar und beeindruckt von der tollen Unterstützung.

Zu den bewegendsten Momenten des Konzerttages gehörte für die Chorleitungen die persönliche Begegnung mit einer Konzertbesucherin, die davon berichtete, bereits drei Mal als Patientin auf der Palliativstation gewesen zu sein. Dankbar und froh darüber, dass sie jeweils wieder neue Kräfte gewonnen hat – auch durch die gute medizinische und menschliche Begleitung – nahm sie im Kreis ihrer Familie den musikalischen Nachmittag noch einmal als ein außergewöhnliches Geschenk wahr.

Von dem Erlös können nun Schlafsessel, CD-Spieler und weitere Gegenstände angeschafft werden, die dabei helfen, dass Patienten, Angehörige und Begleiter ihre wertvolle gemeinsame Lebenszeit in einer guten Atmosphäre mit viel Nähe und Herzenswärme verbringen können, um dann auch in Würde Abschied zu nehmen. Alle Mitwirkenden der Chöre und der Palliativstation möchten sich auf diesem Weg sehr herzlich beim Konzertpublikum für die großzügige Kollekte und Wertschätzung bedanken!